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Antiquitäten selbst aufarbeiten, oder restaurieren lassen?



Restauration: Vorher/Nachher
© tournee (Fotolia)
Wer auf dem Flohmarkt oder auch auf dem Dachboden eine Antiquität findet, kann diese entweder selber aufbereiten oder diese Arbeit einem Fachmann überlassen. Der folgende Ratgeber gibt hierzu nützliche Tipps.

Aufbereiten von antiken Möbeln: Welche Arbeiten kann ich selber erledigen?



Fundstücke vom Dachboden oder vom Flohmarkt sollten nicht gleich entsorgt werden. Denn in vielen Fällen lohnt es sich, sie aufzubereiten. Je nach Schwere der Beschädigung können einige Arbeiten auch in Eigenregie erfolgen. So können Scharniere festgezogen und Schrauben nachgezogen werden. Zudem lassen sich einige alte Oberflächenbehandlungen auch recht einfach entfernen oder wieder neu auftragen. Anders ist die Lage dagegen bei beschädigten Echtholzfurnieren. Diese Arbeit sollte von einem Fachmann erledigt werden. Im folgenden Absatz wird nun zunächst erläutert, wie viele andere Oberflächen von Antiquitäten restauriert werden können.

Alte Lackschichten, Farbe und Klebereste entfernen



Um alte Lackschichten, Farbe und Klebereste zu entfernen, wird idealerweise ein Schleifpapier mit einer Körnung von 180 beziehungsweise 240 verwendet. Wichtig ist, dass dabei stets in Faserrichtung des Holzes gearbeitet wird. Handelt es sich um Schnitzereien oder runde Formen wird am besten Stahlwolle verwendet. Denn diese ist deutlich flexibler als normales Schleifpapier.



Wenn alter Lack sehr fest ist und sich nicht ohne weiteres lösen lässt, kann ein sogenannter Verdünner (Abbeizmittel für Lacke Lasuren & Farben) eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um eine leicht flüchtige Flüssigkeit, die diversen Farben wie auch Lacken beigesetzt ist. Sie wird sparsam auf die Oberfläche gegeben und dann möglichst gleichmäßig verteilt. Nach rund 20 Minuten haben sich die alten Lackschichten gelöst und können mit einem Spachtel entfernt werden. Hier gilt es darauf zu achten, dass in Faserrichtung des Holzes geschabt wird. Zudem können Verdünner unter Umständen gesundheitsschädlich sein und sollten daher weder eingeatmet noch verschluckt werden. Nach der Verwendung wird der Raum gründlich gelüftet oder es wird von Anfang an im Freien gearbeitet.

Die bearbeiteten Oberflächen Lackieren



Bevor das Möbelstück wieder neu lackiert wird, muss die Oberfläche erst gut angeraut werden. Aus diesem Grund wird es nach der Bearbeitung mit dem Verdünner erneut angeschliffen. Im nächsten Schritt wird dann der Schellack mit einem Pinsel aufgebracht. Hierbei handelt es sich um ein Naturprodukt, das sehr häufig für die Möbelrestauration verwendet wird. Es wird aus den Ausscheidungen der sogenannten Lackschildlaus gewonnen und trocknet sehr schnell. Daher muss das Mittel zügig verstrichen werden.

Polieren



Im letzten Schritt wird das antike Möbelstück noch poliert. Hierfür eignet sich zum Beispiel ganz normaler Fußbodenwachs. Dieser wird mit einem weichen Lappen auf das Holz aufgetragen und poliert. Dadurch erhält die Oberfläche einen schönen Glanz und zugleich auch eine praktische Versiegelung. Das Möbelstück ist im Anschluss besser gegen Schmutz und Nässe geschützt.



Kompliziertere Arbeiten lieber einem Möbelrestaurator überlassen



Möbelrestaurator
© JackF (Fotolia)
Bei sehr starken Beschädigungen oder auch einfach komplizierteren Arbeiten sollte ein Möbelrestaurator beauftragt werden. Denn wenn diese in Eigenregie erledigt werden, entstehen sehr schnell Fehler. Sie können dann teilweise nicht mehr rückgängig gemacht werden und senken den Wert des Möbelstücks. Wichtig ist auch, dass dieses nicht zu stark erneuert wird. Denn zum einen verliert es dann an Charme und wird dann irgendwann auch nicht mehr als Antiquität angesehen.

Ein guter Restaurator führt alle notwendigen Restaurierungsarbeiten mit traditionellen wie auch lang bewährten Materialien durch. Dadurch kann sich der Kunde sicher sein, dass hierbei auf Qualität geachtet wird. Wichtig ist zudem, dass der Restaurator alles dafür tut, das Möbelstück möglichst im ursprünglichen Erscheinungsbild zu belassen und wirklich nur Arbeiten durchführt, die auch wirklich notwendig sind.

Dabei verwendet er folgende Materialien:

  • gesägte Furniere
  • Knochen- Haut- und Fischleim
  • Schellacke
  • abgelagertes Massivholz
  • Hausenblasenleim
  • natürliche Öle und Wachse
  • natürliche Pigmente und Farbstoffe
  • natürliche Lackharze
  • Einlegematerialen aus Holz, Perlmutt, Elfenbein, Metall, Horn und Bein


Wie erkenne ich, wie die Oberfläche eines Möbelstücks behandelt wurde?



Wer sich nicht sicher ist, wie die Oberfläche eines Möbelstücks behandelt wurde, kann einen erfahrenen Restaurator um Rat bitten. Grundsätzlich sind aber deckende und auch farbige Lacke recht einfach auszumachen. Deutlich schwerer ist die Identifizierung der Oberflächenbehandlung dagegen wenn zwar eine Holzmaserung zu sehen ist, diese aber mit einem Mittel schützend behandelt wurde.

Oberflächenbehandlung mit Öl und Wachs



Öl



Wenn die Oberfläche eines Möbelstücks ihren Glanz verloren hat, kann ein hierfür geeignetes Öl aufgetragen werden. Denn dieses unterstreicht die natürliche Farbe des Holzes. Des Weiteren ist die Maserung im Anschluss wieder besser sichtbar und wird durch das Öl unterstrichen und hervorgehoben. Wichtig ist, dass dieses regelmäßig aufgetragen wird. Denn das Holz saugt es mit der Zeit auf und wirkt dann trocken. Spätestens dann muss es erneut gepflegt werden.

Wachs



Wachs verleiht einer Oberfläche einen leichten Glanz, wobei die Poren des Holzes nicht ganz gefüllt werden. Dadurch fühlt sich die Oberfläche noch natürlich und nicht sehr glatt an. Auch das Wachs sollte regelmäßig aufgetragen werden. Denn mit der Zeit wirkt das Holz dann matt und sieht glanzlos aus.

Wie kann ich erkennen, ob ein Möbelstück im Vorfeld mit Öl oder mit Wachs behandelt wurde?



Um herauszufinden, ob ein Möbelstück mit Öl oder aber mit Wachs behandelt wurde, wird ganz einfach ein Finger mit einem sogenannten Terpentinersatz befeuchtet und leicht über die Oberfläche gestrichen. Ist das Holz noch gar nicht behandelt worden, wird es an der berührten Stelle etwas dunkler. Denn es saugt den Terpentinersatz auf. Wurde die Oberfläche hingegen im Vorfeld mit Öl behandelt, kommt es zu keiner Veränderung. Denn in diesem Fall bleibt die Flüssigkeit auf dem Holz und wird nicht von diesem aufgesaugt. Wurde Wachs für die Restaurierung verwendet, fühlt sich die Oberfläche nach kurzem Reiben etwas klebrig an.


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